Nahost

Liveticker Iran-Krieg – IRGC: 24 Schiffe können ungehindert die Straße von Hormus passieren

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
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  • 2.06.2026 17:53 Uhr

    17:53 Uhr

    Russischer Diplomat hält Diskussionen über Entfernung iranischer Uranvorräte für verfrüht

    Spekulationen über die Entfernung von angereichtem Uran aus Iran sind verfrüht, glaubt Michail Uljanow, Ständiger Vertreter Russland bei den internationalen Organisationen in Wien.

    In einem Beitrag auf X betont der Diplomat, dass es möglicherweise kaum notwendig wäre, die Vorräte aus dem nahöstlichen Land zu entfernen. Darüber hinaus müsse Teheran einer solchen Maßnahme unbedingt zustimmen. Theoretisch bestehe zudem die Möglichkeit, Uran auf iranischem Gebiet abzureichern, falls die Seiten sich darauf einigten. Uljanow fasst zusammen:

    "So sind die Spekulationen zum Thema verfrüht."

    Mit seinem Beitrag kommentiert der Diplomat die jüngste Aussage von Rafael Grossi, dem Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA). Grossi zufolge wäre es kompliziert, aber nicht unmöglich, Uran von iranischem Staatsgebiet zu entfernen.

  • 17:00 Uhr

    Fidan: Washington und Teheran sind aufrichtig bei Verhandlungen

    Die USA und Iran bemühen sich im guten Glauben um eine Verlängerung der Waffenruhe und die Eröffnung der Straße von Hormus, erklärt der türkische Außenminister Hakan Fidan in einem Interview mit Bloomberg.

    Ihm zufolge leistet die Türkei einen Beitrag zu den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Die anhaltende Offensive der israelischen Armee gegen die von Iran unterstützte Hisbollah im Libanon könnte die Gespräche torpedieren. Fidan betont:

    "Ich bin sicher, dass die US-Amerikaner und Iraner aufrichtig sind. Sie wollen einen Waffenstillstand und eine offene Straße von Hormus. Bezüglich der Absichten Israels bin ich mir aber nicht sicher."

  • 15:40 Uhr

    Washington: Vierte Gesprächsrunde zwischen Vertretern Israels und Libanon

    Laut Mitteilung libanesischer Medienagenturen hat in der US-Hauptstadt Washington die vierte Gesprächsrunde zur Lösung der fragilen Situation im Süden des Libanon und der Hauptstadt Beirut begonnen.

    Die jeweiligen Botschafter Israels und des Libanon haben dabei am Dienstag in Washington eine neue Runde direkter Gespräche aufgenommen, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vortag auf Truth Social erklärt hatte, er habe von beiden Seiten Zusagen zur Deeskalation erhalten.

    Das vierte Treffen zwischen Vertretern der beiden Länder, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, findet demnach im US-Außenministerium statt und soll zwei Tage dauern.

    Erneut werden dabei keine Vertreter der Hisbollah anwesend sein. 

  • 14:25 Uhr

    Libanon: Tote und Verletzte nach Hauseinsturz durch israelischen Luftangriff

    Aus den Trümmern eines Wohnhauses, das durch einen israelischen Luftangriff im belagerten Südlibanon getroffen und zerstört wurde, sind laut Agenturmeldungen sechs Leichen geborgen und drei Verletzte gerettet worden. Unter den Todesopfern sollen auch zwei Kinder sein.

    Das eingestürzte Wohnhaus von Zivilisten stand im Bezirk Marwaniyah in Sidon, der viertgrößten Stadt des Libanon und Hauptstadt des Gouvernements Süd-Libanon.

    Bei den israelischen Angriffen auf den Libanon sind laut Behördenangaben seit dem 2. März dieses Jahres  mehr als 3.100 Menschen getötet worden.

    Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Dienstagvormittag, dass die IDF-Militäroperationen im Südlibanon "unter allen Umständen fortgesetzt werden", so israelische Medien zitierend.

    Der Minister gab weiter zu Protokoll, das israelische Militär "prüfe die Möglichkeit weiterer Operationen im Libanon" und deutete dabei an, dass mögliche Angriffe "je nach der Entwicklung an der Grenze ausgeweitet werden könnten".

  • 13:12 Uhr

    IRGC-Mitteilung: 24 Schiffe konnten zu Wochenbeginn ungestört die Straße von Hormus passieren

    In den vergangenen 24 Stunden haben laut Mitteilung iranischer Medienagenturen "24 Schiffe unter sicherheitstechnischer Koordination mit den Seestreitkräften der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) die Straße von Hormus passiert, nachdem sie die erforderlichen Genehmigungen erhalten hatten", so eine Erklärung der Marine am Dienstagvormittag.

    Die Schiffe, darunter Öltanker und Handelsfrachter, hätten die strategisch wichtige Wasserstraße "unter dem Schutz der Marine der IRGC passiert", wie in einer Erklärung der Pressestelle der Streitkräfte weiter dargelegt wird. Abschließend heißt es:

    "Die intelligente Kontrolle der Straße von Hormus wird mit Autorität durchgeführt, und böswillige Ausländer [feindliche Kräfte] werden im Persischen Golf und in der Straße von Hormus keinen Platz haben."

    Die Medieninformation folgt auf die X-Erklärung von Ebrahim Azizi, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments. So hatte es in einer entsprechenden Mitteilung bereits am gestrigen Abend geheißen:

    "Wir bekräftigen erneut nachdrücklich, dass die Straße von Hormus auch im Falle einer künftigen Einigung vollständig unter iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben wird."

  • 11:00 Uhr

    "Du bist total verrückt" – Trump soll bei Netanjahu-Telefonat ausgerastet sein

    Ohne Nennung von Namen zitiert das US-Portal Axios "zwei US-Beamte" sowie eine "dritte Quelle" aus dem Umfeld der Trump-Regierung, die ein mehr als hitziges Telefonat zwischen dem US-Präsidenten und Israels Ministerpräsidenten Netanjahu mitverfolgt haben sollen.

    So heißt es in dem Axios-Artikel, dass sich die beiden Politiker zu Wochenbeginn "in einem mit Schimpfwörtern gespickten Telefonat" gegenseitige Vorwürfe zum Verlauf des Iran-Kriegs machten.

    Laut zwei der Quellen bezeichnete Trump Netanjahu während des Gesprächs als "verrückt" und warf ihm "Undankbarkeit" vor.

    Wie der US-Präsident im Anschluss auf Truth Social mitteilte, forderte er Netanjahu zudem zu einem Rückzug der IDF-Kräfte aus dem Südlibanon auf. Wörtlich lauten demnach mehrere Äußerungen, die Trump in erregtem Ton an Netanjahu gerichtet haben soll:

    "Du bist total verrückt. Ohne mich wärst du im Knast. Ich rette dir den Arsch. Jetzt hassen dich alle. Wegen dieser Sache hassen alle Israel."

    Israels Ministerpräsident Netanjahu bestätigte auf X das Telefonat mit Trump, stellte die Forderungen seines US-Verbündeten jedoch eher als Empfehlung denn als unmissverständliche Anweisung oder Aufforderung dar.

  • 10:14 Uhr

    New York: UN-Sicherheitsrat fordert Abzug israelischer Truppen aus dem Libanon

    Auf Antrag Frankreichs trat der UN-Sicherheitsrat am späten Montagabend in New York zusammen, um sich mit der eskalierenden Lage im Süden des Libanon zu befassen.

    In einer Mitteilung heißt es, die Besorgnis über die eskalierende Gewalt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wachse. Hintergrund seien erneute Warnungen der IDF sowie anhaltende israelische Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts.

    Laut Agenturmeldungen forderten die internationalen Diplomaten ‒ mit Ausnahme der Vereinigten Staaten ‒ im Anschluss Israel unmissverständlich auf, seine Truppen aus dem Südlibanon abzuziehen und die fortdauernden Angriffe einzustellen.

    Zu den kontroversen Positionen während der Zusammenkunft heißt es zusammenfassend:

    "Die Ratsmitglieder forderten allgemein eine Deeskalation und den Schutz der Zivilbevölkerung, waren sich jedoch hinsichtlich der Schuldzuweisungen uneinig: Einige legten den Schwerpunkt auf die Hisbollah und Iran, andere auf die Ausweitung der israelischen Militäroperation. Die unmittelbare Gefahr besteht darin, dass ein umfassenderer Krieg im Libanon die diplomatischen Bemühungen untergräbt."

  • 09:46 Uhr

    Berlin überweist 20 Millionen Euro an den Libanon

    Die deutsche Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan musste gestern ihre auf zwei Tage angelegte Reise in den Libanon "aus militärischen Gründen" abbrechen. Ihr Flug wurde kurz vor der Ankunft in Beirut nach Zypern umgeleitet.

    Gegenüber dem Deutschlandfunk erklärte Radovan am Dienstagmorgen aus Berlin, ihr Ministerium habe dem Libanon Unterstützung in Höhe von 20 Millionen Euro zugesagt. Laut der Ministerin wurden bereits zu Beginn der israelischen Angriffe Ende Februar 70 Millionen Euro für das angegriffene Land eingeplant. Ob die erwähnten 20 Millionen Euro eine zusätzliche Unterstützung darstellen, wurde im Gespräch nicht erläutert.

    Zum Interview heißt es beim Deutschlandfunk zusammenfassend:

    "Die Terrororganisation Hisbollah müsse ihre Angriffe auf den Norden Israels einstellen, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Zugleich lobte sie US-Präsident Trump wegen dessen jüngster Initiative um eine Deeskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Laut Alabali Radovan unterstützt Deutschland die libanesische Regierung. Diese sei die erste, die überhaupt bereit sei, die Hisbollah zu entwaffnen, meinte sie."

  • 09:22 Uhr

    Teheran: Straße von Hormus bleibt künftig rein unter iranischer Kontrolle

    Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, teilte auf X die jüngste Position Teherans zur strategisch umkämpften Straße von Hormus mit. So hieß es in einer entsprechenden Mitteilung am gestrigen Abend:

    "Wir bekräftigen erneut nachdrücklich, dass die Straße von Hormus auch im Falle einer künftigen Einigung vollständig unter iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben wird. Die Islamische Republik betont, dass die Befugnisse zur Festlegung der Transitrouten, des Zeitplans und der Erteilung von Schifffahrtsgenehmigungen ein absolutes Hoheitsrecht darstellen, das ausschließlich bei Teheran liegt."

  • 08:50 Uhr

    Beirut verkündet Hisbollah-Zustimmung zu vorläufiger Waffenpause

    Nach Angaben Beiruts hat die Hisbollah-Miliz der vermeintlich ausgehandelten Vereinbarung zwischen Washington und Jerusalem zugestimmt. Diese sieht vor, dass Israel seine Angriffe auf die südlichen Gebiete Libanons und die Vororte Beiruts einstellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet.

    So teilte die libanesische Botschaft in den USA gestern Abend auf X mit:

    "Im Rahmen der Bemühungen des libanesischen Staates, die Stabilität zu wahren und dem Libanon eine weitere Eskalation zu ersparen, sowie im Anschluss an das Telefongespräch zwischen dem Präsidenten der Republik, General Joseph Aoun, und dem US-Außenminister Marco Rubio erhielten die libanesischen Behörden die Bestätigung, dass die Hisbollah dem Vorschlag der USA zugestimmt hat, der eine gegenseitige Einstellung der Angriffe vorsieht."

    Die für heute und Mittwoch geplanten Verhandlungen mit Vertretern Israels in Washington sollen nach Angaben des Beiruter Präsidialamtes fortgesetzt werden, "um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen". An der vierten Gesprächsrunde werden dabei erneut keine Hisbollah-Vertreter vor Ort sein.

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